17 Juni Unternehmensnachfolge Bayern: 5 Zahlen, die Sie kennen sollten
Die neue Nachfolge-Studie Bayern zeigt, dass der Generationenwechsel im Mittelstand stark zunimmt. Zwischen 2027 und 2031 stehen rund 52.500 wirtschaftlich attraktive Unternehmen vor der Übergabe. Betroffen sind rund 668.000 Beschäftigte. Bis 2036 wird die Zahl der wirtschaftlich attraktiven Übergaben auf etwa 86.500 geschätzt.
1. 52.500 wirtschaftlich attraktive Unternehmen
Zwischen 2027 und 2031 stehen in Bayern rund 52.500 wirtschaftlich attraktive Unternehmen zur Übergabe an. Das sind Unternehmen, die nach der Methodik der Studie für eine familieninterne oder externe Übernahme ausreichend attraktiv erscheinen.
Für Unternehmerinnen und Unternehmer bedeutet das: Die Nachfolge ist kein Einzelfall mehr. Sie findet in einem Markt statt, in dem viele Unternehmen gleichzeitig um geeignete Nachfolger konkurrieren.
2. 179.600 übergabereife Unternehmen
Die Studie nennt rund 179.600 übergabereife Unternehmen im Zeitraum 2027 bis 2031. Viele davon sind Kleinstunternehmen. Nicht alle gelten als wirtschaftlich attraktiv genug für eine Übernahme.
Das zeigt: Nachfolge ist nicht nur eine Frage des Alters. Sie ist auch eine Frage der Attraktivität. Dazu gehören Ertrag, Marktposition, Organisation und Wahrnehmung.
3. 29,8 Prozent der Selbstständigen sind 60 Jahre oder älter
Fast jeder dritte Selbstständige in Bayern war 2024 bereits 60 Jahre oder älter. Der demografische Druck nimmt also deutlich zu. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich in den nächsten Jahren mit Übergabe, Verkauf oder Betriebsbeendigung beschäftigen.
Je früher die Vorbereitung beginnt, desto größer ist der Handlungsspielraum.
4. 668.000 Beschäftigte sind betroffen
An den wirtschaftlich attraktiven Übergabe-Unternehmen hängen rund 668.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Eine gelungene Nachfolge betrifft deshalb nicht nur Inhaber und Käufer. Sie betrifft Teams, Familien, Regionen und Lieferketten.
Ein professioneller Außenauftritt kann in diesem Kontext helfen, Vertrauen zu sichern: bei Mitarbeitenden, Bewerbern, Kunden und potenziellen Nachfolgern.
5. 86.500 Übergaben bis 2036
Die Nachfolgewelle endet nicht 2031. Bei einer Zehn-Jahres-Betrachtung rechnet die Studie mit rund 86.500 wirtschaftlich attraktiven Unternehmen und etwa 1,1 Millionen betroffenen Beschäftigten.
Das zeigt: Der Wettbewerb um gute Nachfolger, gute Mitarbeitende und stabile Marktpositionen wird weiter zunehmen.
Was in der Studie nicht steht
Die Studie arbeitet mit Zahlen, Altersklassen, Mindestgewinnen und Beschäftigten. Was sie nicht im Detail betrachtet: die Wirkung des Außenauftritts. Doch genau hier liegt ein wichtiger Hebel. Ein Unternehmen kann wirtschaftlich solide sein und trotzdem nach außen alt, unklar oder austauschbar wirken. Für Nachfolger, Fachkräfte und Kunden macht das einen Unterschied.
Fazit
Die Unternehmensnachfolge in Bayern ist ein strategisches Thema. Wer heute vorbereitet, hat bessere Chancen: bei der Übergabe, beim Kaufpreis, beim Recruiting und bei der Kommunikation der nächsten Generation.
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Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie – „Unternehmensnachfolge in Bayern 2027–2031. Daten und Fakten.“
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